Wenn alles anders kommt…

In der vergangenen Woche hätten wir gemeinsam unser Zeltlager in Babylon (Achenbach) gestartet. Leider kommt es in diesem Jahr auch wieder anders als erwartet. Jeder von uns hat sich das ganz bestimmt anders vorstellt und ist nicht nur enttäuscht sondern vielleicht auch etwas verzweifelt oder demotiviert.

Ich denke an die Geschichte von Josef…

…wie stellte er sich das Leben nur vor, nach dem er diese Träume hatte? Ein Leben im Luxus, sorglos und frei?! Und dann lag er in diesem Brunnen. Sicher erwartete er niemals, dass es ihm jemals so schlecht ergehen könne. Er war doch der Sohn von einem reichen Mann und hatte mehr Freiheiten und Ressourcen als mach anderer.

Und trotzdem kommt es anderes.
Er wird versklavt, misshandelt und verkauft.
Bei Potifar merkt er, wie Gott ihn, seine Arbeit, und Potifars Hab und Gut segnet.

Vielleicht kommt er auch mal ins Nachdenken, über sein Verhalten gegenüber seinen Brüdern und seinem Vater. Vielleicht dass Gott ihm einfach nochmal die Augen aufmachen wollte, um ihn wachsen zu lassen. Dass er ihn mehr und mehr zu dem Mensch machen wollte, den Gott in ihn vorgesehen hat. Jetzt wird alles also wieder gut…

…aber dann trifft es ihn nochmal ganz hart, als Potifars Frau ein ganz linkes Spiel spielt. Josef muss dafür ins Staatsgefängnis (bestimmt so eine Art Hochsicherheitsgefängnis).

Wie viel kann man ertragen?

Ich glaube wenn ich den Brunnen überstanden hätte, wäre ich ab diesem Punkt, im Gefängnis, komplett verzweifelt. Da müsste Gott bei mir auf jeden Fall ein Wunder tun, damit ich nicht aufgebe.

Josef gab nie auf. Er hat weiter gemacht und wurde selbst im Gefängnis zu einem Segen für die Gefangenen und die Wächter. Seine Geschichte geht weiter mit vielen Höhen und Tiefen. Zum Schluss wurde er zum zweitmächtigsten Mann in ganz Ägypten ernannt. Er rettete die Welt vor einer Hungersnot und versöhnte sich mit seiner Familie.

Was wäre also wenn Josef nicht nach Ägypten gekommen wäre?
Wenn er nicht ausgehalten hätte?
Wenn er nicht weiterhin Gott vertraut hätte?

Das sind Fragen, die uns unbeantwortet bleiben. Die Geschichte kann uns dennoch Hoffnung machen und zeigt wie groß und mächtig unser Gott ist!

Ein neues Jahr kommt.

Auch wenn wir aktuell noch nicht wissen, wie alles weitergehen wird, wie wir in Zukunft Jungschar oder Zeltlager machen werden, ist Gott bei uns und will uns und andere segnen, wenn wir Ihm vertrauen und auf Ihn warten.
In diesem Sinne will ich mich ganz herzlich bei euch allen bedanken für eure Loyalität, die Freude an der Arbeit und hoffe das wir uns bald wieder treffen können um gemeinsam Zeltlager zu machen.

Gebucht haben wir den Platz auf jeden Fall schonmal für den 22.07.2022 bis 31.07.2022… 😊

Es ist schön, dass es dich gibt!

Dominic Herz