Warum musste Jesus gehen?

An Himmelfahrt erinnern wir uns an ein ziemlich abgefahrenes Ereignis. Jesus wird vor den Augen seiner Jünger in den Himmel gebeamt. Der Bericht von diesem Ereignis stammt jedoch nicht von irgendeinem religiösen Spinner, sondern von einem rational denkenden Historiker, von Hauptberuf Arzt.

Was soll aber nun diese Geschichte? Warum ist Jesus nicht einfach bei uns auf der Erde geblieben? Es wäre doch viel einfacher, wenn er jedem Menschen persönlich begegnen könnte… Alle könnten wie Thomas ihre Finger in die Wunden legen und sich von der Echtheit der ganzen Geschichte überzeugen…

Nun, die Sache ist die: Jesus hat alle Menschen im Blick.

Auch wenn wir es manchmal gar nicht so gerne hören, es geht um alle Menschen. Jesus ist von dem Leben, dass er sich überlegt hat, so überzeugt, dass er es allen Menschen anbietet. Er hat nicht nur die lieben frommen Deutschen aus dem Mittelstand im Blick. Er denkt ebenso an diejenigen Asiaten, die von Totengeistern geplagt werden und an die Ureinwohner im Regenwald, die an einer einfachen Grippe sterben würden.

Aber erst mal zurück zu Jesus. Er will alle Menschen ansprechen. Das ist tatsächlich ein sportlicher Plan. Mit einer ganz einfachen Rechnung begreifst du nun schnell, dass diese Aufgabe für eine Person zu groß ist:

Ein kleines Rechenbeispiel…

Die offizielle Zahl der deutschen Stiftung Weltbevölkerung besagt, dass es derzeit 7,78 Milliarden Menschen auf diesem Planeten gibt.

Wenn Jesus nun als Person auf der Erde geblieben wäre und jedem dieser Menschen nur für eine Sekunde in die Augen blicken würde, könnte er

365 Tage mal 24 Stunden mal 60 Minuten mal 60 Sekunden,

also 31.536.000 Menschen pro Jahr ansehen.

Um allen Menschen nur einmal für eine Sekunde in die Augen zu sehen, bräuchte er somit weit über 200 Jahre.

Dann allerdings wären Milliarden Menschen schon an verschiedenen Ursachen gestorben und viele weitere neu geboren.

Du siehst, es wäre nicht nur ein sinnloses Unterfangen, es wäre auch für die Person Jesus absolut unmöglich.

Der Geist macht es möglich.

So hat Gott sich etwas anderes überlegt. Anstatt den Menschen als Gegenüber in die Augen zu sehen, fährt die Person Jesus in den Himmel und kann von dort als Heiliger Geist wieder zurückkommen.

Als Geist wohnt und lebt Jesus in den Herzen, den inneren Antrieben der vielen Glaubenden. Aus ihnen heraus kann er dann gleichzeitig viele andere erreichen.

Himmelfahrt hängt also eng am Herzschlag Jesu. Er hat alle Menschen, alle Kulturen und alle Völker im Blick. Er will sie mit sich persönlich bekannt machen und Ihnen vermitteln, was es bedeutet mit dem zu leben, der diese Welt geschaffen hat.

Wenn wir dann zusätzlich begreifen, was Gott als Heiliger Geist in dieser Welt zu tun vermag, ändert sich unsere Sicht auf alles. Dieses Wunder von Pfingsten allerdings ist eine andere Geschichte…

Simon Birr