Online-Andacht am 5. April

Unsere Online-Andachten sind so konzipiert, dass man sie gut und verständlich ansehen kann. Es lohnt sich aber auch, persönlich eine Zeit zu gestalten, die der eigentlichen Erfahrung am Sonntag nahe kommt. Es ist ja nicht der Konsum von Inhalten oder Darbietungen, sondern vielmehr die eigene Beteiligung. Das innere Gebet, die Offenheit auf Gott zu hören.

Gottesdienst geht auch Zuhause!

Ungefähre Lesezeit: 4 Minuten.

Gottesdienst kann man nicht vom Sofa aus konsumieren. So bist du eingeladen, einer kleinen Andacht zu folgen, die unsere Online-Andacht einbettet. Wenn viele aus der Gemeinde dies tun, entsteht sogar ein kleines Stück neuartiger Gemeinschaft.

Start.

„Ich feiere diesen Gottesdienst im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.“

Stille.

Es ist gut, anzukommen, ruhig zu werden. Sonntags morgens hilf uns normalerweise ein Lied am Anfang. Heute kann ich auch ohne Lied einige Minuten still sein, horchen, wahrnehmen. Was ist in diesem Moment um mich los? Was geht mir durch den Kopf? Kann ich Jesus darin begrüßen?
Vielleicht will ich eine Kerze anzünden?

Gebet.

„Herr Jesus Christus, hier bin ich. Du weißt um meine Gedanken, auch um meine Sorgen und Nöte. Du weißt, was mich beschäftigt. Bitte hilf mir, dass ich meine Gedanken nun auf dich richten kann. Sprich du zu mir. Sei du hier.“

Bibeltext.

In der Andacht geht es heute um den Psalm 22:

Psalm 221 Dem Chorleiter. Nach „Hirschkuh der Morgenröte“.

Ein Psalm. Von David.
2 Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? Fern von meiner Rettung sind die Worte meines Gestöhns.
3 Mein Gott, ich rufe bei Tage, und du antwortest nicht; und bei Nacht, und mir wird keine Ruhe.
4 Doch du bist heilig, der du wohnst unter den Lobgesängen Israels.
5 Auf dich vertrauten unsere Väter; sie vertrauten, und du rettetest sie.
6 Zu dir schrien sie um Hilfe und wurden gerettet; sie vertrauten auf dich und wurden nicht zuschanden.
7 Ich aber bin ein Wurm und kein Mensch, ein Spott der Leute und verachtet vom Volk.
8 Alle, die mich sehen, spotten über mich; sie verziehen die Lippen, schütteln den Kopf:
9 „Er hat es auf den HERRN gewälzt, der rette ihn, befreie ihn, denn er hat ja Gefallen an ihm!“
10 Ja, du bist es, der mich aus dem Mutterleib gezogen hat, der mir Vertrauen einflößte an meiner Mutter Brüsten.
11 Auf dich bin ich geworfen von Mutterschoß her, von meiner Mutter Leib an bist du mein Gott.
12 Sei nicht fern von mir, denn Not ist nahe, denn kein Helfer ist da.
13 Viele Stiere haben mich umgeben, starke Stiere von Baschan mich umringt.
14 Sie haben ihr Maul gegen mich aufgesperrt, wie ein Löwe, reißend und brüllend.
15 Wie Wasser bin ich hingeschüttet, und alle meine Gebeine haben sich zertrennt; wie Wachs ist mein Herz geworden, zerschmolzen in meinem Inneren.
16 Meine Kraft ist vertrocknet wie gebrannter Ton, und meine Zunge klebt an meinem Gaumen; und in den Staub des Todes legst du mich.
17 Denn Hunde haben mich umgeben, eine Rotte von Übeltätern hat mich umzingelt. Sie haben meine Hände und meine Füße durchgraben[.
18 Alle meine Gebeine könnte ich zählen. Sie schauen und sehen auf mich herab.
19 Sie teilen meine Kleider unter sich, und über mein Gewand werfen sie das Los.
20 Du aber, HERR, sei nicht fern! Meine Stärke, eile mir zu Hilfe!
21 Errette vom Schwert meine Seele, meine einzige aus der Gewalt des Hundes!
22 Rette mich aus dem Rachen des Löwen und von den Hörnern der Büffel! Du hast mich erhört.
23 Verkündigen will ich deinen Namen meinen Brüdern; inmitten der Versammlung will ich dich loben.
24 Ihr, die ihr den HERRN fürchtet, lobet ihn; alle Nachkommen Jakobs, verherrlicht ihn, und scheut euch vor ihm, alle Nachkommen Israels!
25 Denn er hat nicht verachtet noch verabscheut das Elend des Elenden, noch sein Angesicht vor ihm verborgen; und als er zu ihm schrie, hörte er.
26 Von dir kommt mein Lobgesang in großer Versammlung; erfüllen will ich meine Gelübde vor denen, die ihn fürchten.
27 Die Sanftmütigen werden essen und satt werden; es werden den HERRN loben, die ihn suchen; leben wird euer Herz für immer.
28 Es werden daran gedenken und zum HERRN umkehren alle Enden der Erde; vor dir werden niederfallen alle Geschlechter der Nationen.
29 Denn dem HERRN gehört das Königtum, er herrscht über die Nationen.
30 Es aßen und fielen nieder alle Fetten der Erde; vor ihm werden sich beugen alle, die in den Staub hinabfuhren, und der, der seine Seele nicht am Leben erhalten konnte.
31 Nachkommen werden ihm dienen; man wird vom Herrn erzählen einer Generation, die kommen wird.
32 Sie werden verkünden seine Gerechtigkeit einem Volk, das noch geboren wird, denn er hat es getan.

Andacht halten.

An dieser Stelle kann die Online – Andacht unserer Gemeinde folgen. Fast alle unserer Gemeindeglieder haben Möglichkeiten, sie zu sehen. Wenn du jemanden kennst, der sie nicht sehen kann, bringe sie doch in den nächsten Tagen dorthin.

Es bietet sich auch an, dass du dir selbst Zeit nimmst und dich mit dem Bibeltext beschäftigst. Nimm verschiedene Übersetzungen und vergleiche, was wie übersetzt wurde. Wo findest du dich in diesem Gebet? Was bleibt hängen?

Fürbitte.

Nach der Andacht bist du gefragt. Bete für die Menschen, die dir in den Kopf kommen. Bete frei! Wenn du Anliegen brauchst, bete für Politiker, für diejenigen, die gerade hart arbeiten. Bete für unser Altenheim. Bete für die Schüler, die nun Ferien haben. Bete auch für diejenigen, die Angst haben, vielleicht zu Hochrisikogruppen gehören. Bete dafür, dass Gottes Kraft auch in der Heilung sichtbar wird.

Gemeinschaft.

Spätestens an dieser Stelle kämen wir zu unseren Informationen. Veranstaltungen gibt es wenige. Marcus Schäfer bietet am Dienstag eine Online-Schulung an, wie aus unserem Newsletter zu entnehmen war.
In der vergangenen Woche hatten einige der Mitglieder und Freunde Geburtstag. Du könntest ihnen einen Gruß schicken. Aktuelle Geburtstage siehst du übrigens mit einem Church-Tools Zugang.
Gäbe es vielleicht Personen, die du sonst in den kommenden Veranstaltungen sehen würdest? Vielleicht willst du sie mal kontaktieren? Es gibt ja soo viele moderne Möglichkeiten, ganz viele entdecken gerade die Telefonfunktion ihrer Handys…
Gibt es jemanden, dem du etwas freundliches schreiben möchtest? Dann mach das doch jetzt. Eine SMS oder WhatsApp ist schnell formuliert. Vielleicht aber auch eine Postkarte oder gar einen Brief?

Wir denken aneinander und füreinander. Alleine schon diese Andacht verbindet uns in diesem Moment, vielmehr wissen wir aber, dass wir durch unseren Herrn Jesus Christus und seinen Heiligen Geist miteinander verbunden sind, ob wir uns gerade in die Augen sehen oder nicht. Wir sind seine Gemeinde.

Segen.

Jeder kann und darf segnen:

„Der HERR segne dich und behüte dich;
Der HERR lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig;
Der HERR hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.“

Simon Birr