Mundschutz? Da bleib´ ich lieber Zuhause! Oder doch nicht?

Gestern war schon der dritte Gottesdienst, der so ganz anders war. Noch vor ein paar Wochen hätten wir nicht gedacht, dass wir als FeG Ewersbach mit nur noch 34 Personen einen Gottesdienst erleben. Aber ich möchte Euch erzählen, warum es mich trotzdem gefreut hat, daran teilzunehmen:

Schon im ersten Gottesdienst war die Musik für mich ein besonderes Erlebnis. Gerade das Eröffnungsstück hat mich bewegt, Sophia hatte es sogar selbst geschrieben. Endlich konnten wir wieder Klavier und Gesang genießen. Also: Augen zu und Seele auf! Es tat richtig gut.

Natürlich ist das Mitsingen mit Maske gewöhnungsbedürftig, aber wenn man es ganz leise macht, fühlt es sich nach so langer Zeit richtig gut an. Als Posaunenchor-Dirigent fehlen mir meine Blechblas-Geschwister sehr, Dietmar und Patrik können es sicher für ihren Chor nachempfinden. Wie wird es so schön sein, wenn wir wieder richtig kräftig zusammen spielen können (wobei ich von Posaunenchören im Siegerland gehört habe, die auch leise spielen können… -;).

Neben der Musik ist natürlich die Predigt wichtig und stark. Endlich eine Predigt live, bei der man sich zumindest in die Augen schauen kann.

Als stark eingeschränkt empfinde ich die Zeit nach dem Gottesdienst, das mit Abstand Verlassen des Saales, das fehlende Stehkaffee und die vielen Kontakte, die man dort normalerweise hat. Aber gut, ein erster Anfang ist gemacht.

Volles Verständnis habe ich für Menschen, die aufgrund einer Vorerkrankung oder weil sie in einer Risikogruppe sind, im Moment noch abwarten. Gerade diesen Geschwistern möchte ich einen kleinen Gruß mit auf den Weg geben – Ihr seid nicht allein! Ein Auszug aus dem gestrigen Predigttext von Marcus aus Psalm 84, 6-8:

„Wohl dem Menschen, dessen Stärke in dir liegt, wohl denen, in deren Herzen gebahnte Wege sind! Wenn solche durch das Tal der Tränen gehen, machen sie es zu lauter Quellen, und der Frühregen bedeckt es mit Segen. Sie schreiten von Kraft zu Kraft, erscheinen vor Gott in Zion.“

Christof Schwedes