„Lebendige Steine“ – „Gott baut Gemeinde – mit uns“

So lautet unser Jahresthema. 

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In der Bibel, gerade im Neuen Testament, liest man im Zusammenhang mit Gemeinde häufiger den Begriff bauen. Es ist eines der vielen Bilder, die uns deutlich machen, was Gemeinde bedeutet. 

Jesus selbst wird als Eckstein der Gemeinde bezeichnet (Matthäus 21, 42). Ein Stein, der durch seine besondere Beschaffenheit für das Bauwerk unverzichtbar ist, entweder als besonders großer Grundstein, der das Gebäude trägt, oder als Stein, der zwei aneinander stoßende Mauern verbindet, oder auch als krönender Schlussstein, der das Gewölbe trägt.

Jesus baut die Gemeinde, so lesen wir es z.B. in Matthäus 16, 18. Petrus der die Beziehung und Nähe zu Jesus sucht und viele verschiedene Erfahrungen mit ihm macht, der auch öfters an seine Grenzen stößt und oft von Jesus korrigiert wird. Er wird von Jesus als Fels bezeichnet, auf dem er bauen wird. Jesus baut seine Gemeinde aus lebendigen Personen, aus lebendigen Steinen(1. Petrus 2, 5), unterschiedlicher Art, unterschiedlicher Bildung, unterschiedlichen Alters, unterschiedlicher Hautfarbe, unterschiedlicher Prägung…, aber alle von seinem Heiligen Geist geführt. Und irgendwo steht auch unser Name. Jeder von uns, der Jesus Christus lieb hat, ist so ein Stein in diesem lebendigen Haus.

Jetzt wird das Bild richtig spannend, denn beim Gemeindebau werden nicht nur neue Steine oben auf die Mauer gebaut. Auch an den Steinen, die schon eingebaut sind, wird weitergebaut. Zum einen verändern sie sich, entwickeln sich weiter in ihren Begabungen und Fähigkeiten. Sie werden unter Umständen auch häufiger ihren Platz im Hause Gottes wechseln und verändern. Neue Aufgaben in der Gemeinde übernehmen. Wer ein lebendiger Stein im Tempel Gottes, in der Gemeinde ist, der führt ein spannendes und erfülltes Leben. Ein Leben was sich vom Leben anderer Menschen in diesem Land abhebt. Er repräsentiert das Reich Gottes. 

Gerade jetzt in dieser schwierigen Zeit wo wir wegen einem Virus unseren normalen Gemeindealltag mit Gottesdiensten, Hauskreisen, Jugendgruppen, Kindergruppen, Musikgruppen und Seniorenkreis nicht erleben können, ist es wichtig dass wir uns von Gott verändern lassen. Der Heilige Geist wird uns leiten und er zeigt uns, wo Gott uns gebrauchen möchte. Lasst uns gemeinsam Zuversicht, Hoffnung und Liebe an die Menschen in unserem Ort weitergeben. Das kann ein Gebet sein, ein Gespräch über den Gartenzaun, ein kleiner Brief, ein Telefonat oder Hilfe bei Besorgungen.

Zum Schluss noch eine Bibelstelle aus Judas 1, 20:

Doch für euch, meine lieben Freunde, ist der Glaube, den Gott euch selbst geschenkt hat, wie ein festes Fundament: Baut euer Leben darauf! Betet und lasst euch dabei vom Heiligen Geist leiten!

Birgit Kreck