Fabelhafte Fake-News

Albert Einstein soll gesagt haben: „Glauben Sie nicht alles, was im Internet steht!“

Schon auf den ersten Blick zeigt sich dem aufmerksamen Leser, dass hier etwas nicht stimmen kann. Vor wenigen Monaten erst habe ich diese Gedanken als Wort zum Sonntag veröffentlicht. Nun scheinen sie mir aktueller denn je.

Leider lese und höre ich aktuell immer wieder von derartigen Fake-News. In unterschiedlichen Internetportalen geistern ebenso wie im Dorfgespräch andauernd falsche Informationen rum – gerade jetzt. Dies ist kein neues Phänomen. Dass Menschen „Blödsinn“ erzählen, kennen wir seit Urzeiten.

Schwierig wird es, wenn falsche Informationen ungeprüft als Wahrheit angesehen werden und auf Grund derartiger Unwahrheiten reagiert wird. Unzählige Hasskommentare füllen soziale Netzwerke. Beleidigungen werden auf Grund von mangelnder Überprüfung ausgesprochen. Vorurteile werden gebildet und Menschen ohne einen triftigen Grund verurteilt. Negative Stimmungen und Ablehnung werden provoziert und vermehrt, das Ansehen von Einzelnen und ganzen Gruppen wird stigmatisiert.

Unser Zusammenleben könnte dabei so entspannt sein. Schon vor tausenden von Jahren wird in einem der zehn Gebote formuliert:

„Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten.“

Man könnte es heutzutage auch anders sagen: „Du sollst keine Fake-News verbreiten!“

Wie sähe unsere Gesellschaft aus, wenn wir miteinander und nicht übereinander sprechen? Wie sähe unsere Gesellschaft aus, wenn wir uns mit unseren Macken annehmen, statt einander zu verurteilen? Wie sähe unsere Gesellschaft aus, wenn wir Informationen überprüfen und nachdenken, bevor wir sie weiterleiten? Wie sähe unsere Gesellschaft aus, wenn wir Menschen auf Grund unserer Erfahrungen mit ihnen beurteilen – und nicht auf Grund dessen, was andere erzählen?

Ich glaube, dass diese einfache christliche Grundlage das Potential hat, ganze Landstriche zu verändern. Wertschätzung und Annahme statt Verurteilung und Ablehnung können unseren Alltag erfüllen, wenn wir der Lüge keine Chance geben.

Simon Birr