„Das ist ein köstlich Ding!“

Bist Du gespannt und neugierig, was es mit dem „köstlich Ding“ auf sich hat? Ich hoffe sehr und würde mich freuen, wenn Du jetzt weiterliest. Es gibt viele köstliche Dinge in unserem Leben, wie Gesundheit, Familie, Beruf, Freiheit, Gemeinde und andere Kostbarkeiten. Auch in der Bibel finden wir einige Aussagen über köstliche Dinge, z. B. Psalm 92,2 „Das ist ein köstlich Ding, dem Herrn danken und lobsingen deinem Namen, du Höchster …!“. So wie hier in Psalm 92 stehen die köstlichen Dinge in der Regel in der Beziehung zu Gott, dem Schöpfer und Herrn des Lebens. 

Das „köstliche Ding“, von dem ich heute schreiben will, steht in Hebr. 13,9: „… es ist ein köstlich Ding, dass das Herz fest werde, welches geschieht durch Gnade …“ (Lutherbibel 2017).

Dieses köstliche Ding können wir nicht sehen, nicht anfassen, nicht berechnen und nicht mit unseren menschlichen Sinnen wahrnehmen; es ist das Festwerden unseres Herzens. Unter Herz versteht die Bibel dabei nicht nur das pulsierende Organ in unserer Brust, wir sagen gerne „unsere Pumpe“, sondern das Ich, die Mitte unseres geistigen, geistlichen und leiblichen Lebens. Dieses Zentrum zu festigen, zu stabilisieren, fest zu verankern, u. z. in Jesus Christus, das ist das köstliche Ding, das ist das kostbare Gut. 

Der Schreiber des Hebräer-Briefes weist sogleich darauf hin, dass dieses „köstliche Ding“, das Festwerden des Herzen nicht durch eigene Anstrengungen, u. a. durch Einhalten von Speisegeboten zu haben ist, sondern durch Gnade. Hebr. 13,9 sagt unmissverständlich: Der Festigungsprozess des Herzens geschieht durch Gnade. Gnade ist Geschenk, ist Gottes Gabe an uns Menschen. Gott will also, dass wir tief gegründet und verwurzelt sind in seinem Sohn Jesus Christus. Das bedeutet, in einer engen und intensiven Beziehung mit Jesus zu leben. Das setzt jedoch eine Begegnung mit ihm voraus, eine Begegnung, die zum Glauben an ihn geführt hat. Für diese Begegnung hat Gott bereits alles getan. An Weihnachten sandte er seinen Sohn als Kind in unsere Welt, an Karfreitag musste er um unserer Schuld willen am Kreuz sterben. Doch Gott hat ihn an Ostern vom Tode zum Leben erweckt. Wir können das kurz so zusammenfassen: Das Kind in der Krippe ist der Mann am Kreuz und der auferstandene Herr!

Ich wünsche Dir, dass Du Dir das köstliche Gut eines festen Herzens von Gott hast schenken lassen, das besser und wertvoller ist als alle irdischen Kostbarkeiten – auch wenn sie noch so schön und hilfreich in unserem Leben sein können. 

Heinz Gimbel