Dankbarkeit der Vögel

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Jeden Morgen, wenn ich meine erste Tasse Kaffee trinke, bietet sich mir ein lustiges Schauspiel vorm Küchenfenster. Dort steht unser Vogelfutterhaus und es tummeln sich ein Rotkehlchen, Blaumeisen, Kohlmeisen und eine Amsel darin. Sobald die Sonne aufgegangen ist, hüpfen sie in einem Strauch, der in der Nähe des Futterhauses steht, fröhlich auf und ab. Sie schauen in alle Richtungen, bevor sie die kurze Strecke zum Futter rüber fliegen, sich ein Körnchen nehmen und dann schnell wieder in den Ästen des Strauches Schutz suchen. Genüsslich wird dort das Frühstück geknabbert. Ist der Schnabel leer, sucht man sich wieder eine gute Position im Strauch und fliegt wieder zum Futterhaus für die nächste Portion Frühstück. 

Die Amsel ist besonders fleißig im Garten unterwegs. Während die anderen Vögel sich im Strauch und am Futterhaus tummeln, hüpft sie fröhlich auf der Wiese und der Erde herum und pickt mit dem Schnabel etwas vom Boden auf. Ich freue mich über diesen regelmäßigen Besuch der Vögel, weiß aber auch sie kommen wegen dem Futter. Dankbar höre ich, wenn sie satt und zufrieden ihr Liedchen singen, unbekümmert und laut. 

Da kommt mir ein Vers aus der Bergpredigt wieder in den Sinn:

„Seht die Vögel unter dem Himmel an: sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater ernährt sie doch. Seid ihr denn nicht viel mehr als sie?“ Matthäus 6,26

Jesus nimmt hier die Vögel zum Vorbild.

Sie kümmern sich nicht um morgen, machen keine Pläne, was sein wird wenn… Sie leben im hier und jetzt und singen dabei fröhlich und dankbar ihr Lied. Dieser Dankbarkeit will ich mich anschließen, schließlich kann auch ich täglich an einem reich gedeckten Tisch sitzen. Jesus kennt unsere Sorgen und Ängste genau, er möchte uns mit diesem Wort einladen zu vertrauen. Vertrauen auf unseren Himmlischen Vater, der uns liebt, der uns kennt, der genau weiß, was wir gerade brauchen und der uns Nahe ist.

Danke Vater,
mein Leben liegt geborgen in Deiner Hand. Danke, dass ich jeden Tag neu erleben darf, wie gut Du für mich sorgst. Danke, dass Du mir immer wieder Mut zusprichst, gerade wenn Sorge oder Angst mein Denken bestimmen. Danke, dass Du mir immer wieder zeigst, was im Leben wirklich zählt. Danke für Deine unendliche Liebe,
Amen

Birgit Kreck