Besinnliche Stunden!

Draußen wird es immer düsterer. Der Ofen brennt langsam vor sich hin und verströmt eine wohlige Wärme im ganzen Zimmer. Viele kleine Kerzen lassen den Raum in einem gemütlichen Licht erscheinen. Durch das Fenster sieht man manchmal die ersten Schneeflocken auf den Boden fallen. Ruhige, weihnachtliche Musik erklingt aus den Lautsprechern und ein Glas von dem guten Rotwein, der genau für diese Abende aufgehoben wurde, steht auf dem Tisch.

Gibt es etwas Schöneres, als in dieser besinnlichen Zeit tatsächlich mal zur Ruhe zu kommen? Ist es nicht wundervoll, dem ganzen „Chaos“ für eine kurze Zeit zu entfliehen?

Die Adventszeit ist die Zeit, die sich für solche Ruhe einfach anbietet. Wir genießen die langen Abende. Wir bereiten uns auf das große Fest vor. Jeder einzelne besinnliche Abend erinnert die Christen an den einen, der das Weihnachtsfest prägt. Nein, ich rede nicht den dem Weihnachtsmann, der ist nachweislich eine Erfindung von Coca-Cola. Ich rede von dem kleinen Kind in der Krippe, welches nachweislich keine Erfindung ist.

Immanuel.

Immanuel. So wird er in einem Vers in Matthäus 1,23 genannt. Immanuel heißt „Gott mit uns“. Das ist es, was am originalen Weihnachten (das war übrigens wahrscheinlich nicht im Dezember) einmal erlebt haben und jedes Jahr aufs Neue feiern. Wir feiern, dass Gott in unser persönliches Leben trat.

Mit diesem Bewusstsein, gestalten wir unsere Vorbereitungen auf das große Fest. Wir wissen, dass Gott in all den Vorbereitungen mit uns ist. Er ist mit uns, wenn wir schmücken, aufräumen, backen, kochen, bestellen, verpacken, schenken und genießen.  Er ist auch mit uns, wenn wir in der Einsamkeit untergehen, wenn wir nicht mehr wissen, wo uns der Kopf steht, wenn wir plötzlich die Nase voll von Besinnlichkeit haben. Er ist aber auch mit uns, wenn wir uns dann doch auf ihn konzentrieren und in der besinnlichen Zeit tatsächlich die Besinnlichkeit erfahren.

Diese Nähe Gottes macht das Leben der Christen aus. Wir leben nicht mit einem fernen Papa, der auf einer romantischen Wolke sitzt und uns zusieht. Wir leben mit dem lebendigen Gott, der mit uns ist, dem Immanuel. 

Das Gebet eines unbekannten Verfassers lautet:

Gott des Lebens und des Friedens.
In dir leben wir, bewegen uns und sind wir.
Wir bitten dich,
lass die Zeit der Vorbereitung auf Weihnachten
eine sinnvolle Zeit für uns sein,
in der wir zum Wesentlichen zurückkehren.
Lass uns aufmerksam sein für die Menschen um uns
und für dein Wort, das du für uns hast.
Heute und alle Tage unseres Lebens.
Amen.

Simon Birr